dolle sache :-)

dolle sache :-)

Freitag, 25. Oktober 2013

freitagspost 63



unsere kleene diele 2247
heute: basteln mit dem eismann oder where they never say your name

sooo da gucken wir mal was wir alles feines beim letzten aufräumen des lagers gefunden haben.

da hätten wir:
eine kaputte welle von der eismaschine (mindestens 2kg edelstahl)
eine supertolle fruchsaftzentrifuge (nie wieder koof ich so einen mist)
ein kabel mit einem komischen stecker (mmmh wer wees wo das jetzt fehlt)
eine flasche danziger goldwasser (ahh die goldreserven)
zwei schrauben, eine unterlegscheibe und einen nagel

mehr brauchen wir eigentlich auch nicht. als werkzeug empfehle ich:
eine bohrmaschine, ein elektroschweißgerät, einen lötkolben, zwei 10er schlüssel, mindestens drei schraubendreher (die verlegt man beim basteln so schnell und ganz wichtig: eine abisolierpistole (schont extrem die zähne beim abisolieren)

das wird jetzt alles fein zusammengeschraubt, geschweißt und gelötet und schon haben wir eine sensationelle abhöranlage für politiker zusammengebastelt. wenn die fruchtsaftzentrifuge auf höchster umdrehung läuft, können wir das komplette parlament mit einem mal abhören.
die gesammelten daten verkaufen wir gewinnbringend an die amerikaner. vom gewinn kaufen wir uns einen riesigen fernseher, um mit diesem die politiker in lebensgröße beim rumjammern zu beobachten. ist ja auch etwas anderes ob unsere freunde aus amerika, millionen von „wählerinnen und wählern“ ausspionieren, oder eine kleine anzahl politiker.
da muss man auch mal maßnahmen ergreifen und vor allem empört sein.

ich kann manchmal gar nicht so viel essen wie ich k... (zensiert) könnte.

beim nächsten mal basteln wir uns eine drohne. aber erst wenn das lager wieder aufgeräumt wird.
habt ein feines wochenende


Montag, 21. Oktober 2013

die heißen hunde sind los...

das warten hat ein ende... ab heute gibt es wieder hot dogs bei uns...
wir halten einige neue zutaten für euch parat... selber zusammenstellen macht jetzt noch mehr spaß.

ab kommenden montag (28.10.2013) gibt es dann auch wieder heiße waffeln.

zitat wikipedia:
Der Ursprung des Namens Hotdog ist nicht mit Sicherheit geklärt. Es steht jedoch fest, dass diese Form des Fastfood in den USA schon existierte, ehe dieser Name dafür verwendet wurde. So gab es bereits 1871 eine Imbissbude auf Coney Island, in der Frankfurter oder Wiener Würstchen im Brot mit Sauerkraut verkauft wurden.[1]
Der US-amerikanische Kulturhistoriker Andrew F. Smith weist darauf hin, dass deutschstämmige Metzger in den USA bekannt dafür gewesen seien, „wurstförmige Hunde“ zu halten, nämlich Dackel. Diese Tatsache habe gewisse Assoziationen zwischen deutschen Würstchen und Hunden gefördert.[1] Der Karikaturist Tad Dorgan soll nach einem Polospiel eine Karikatur gezeichnet haben mit einem bellenden Hund zwischen zwei Brötchenhälften, mit der Bildunterschrift „Hot Dog“.
Der Begriff Hot dog wurde – allerdings mit anderer Bedeutung – in den 1890er Jahren von Studenten der Universitäten Yale und Princeton als Bezeichnung für einen Dandy oder einen besonders guten Sportler verwendet. Seit 1895 ist Hotdog als Bezeichnung für Würstchen im Brötchen in den USA belegt.[1]
Seit 1916 wird jedes Jahr am US-amerikanischen Nationalfeiertag in New York City ein Internationales Hot-Dog-Wettessen ausgetragen.

Sonntag, 20. Oktober 2013

freitagspost 62

unsere kleene diele
folge 7425

der bär ist los….

das laub fällt schon ordentlich bunt von den bäumen, ein untrügliches zeichen, dass es nun bald soweit ist mit den hot dogs, heißen waffeln und glühwein.

am kommenden montag starten wir, 10 tage vorzeitig, in die herbst/winter saison. unser lager füllt sich schon mit diversen zutaten. heute hab ich einen großen topf auf den herd gestellt, da kocht seit stunden das sauerkraut für den beliebtesten hot dog der letzten saison „von mutti no 1“. auch das waffeleisen ist schon frisch geputzt und geölt.

neu in dieser herbst/wintersaison gibt es selbstgemachte vegane remoulade, damit ist nun unser veganer „klassiker“ komplett. ebenso neu ist, für alle die gern ihren hot dog selbst zusammen stellen, sweet chili soße, barbecue soße und den heiß geschmolzenen käse gibt es nun auch in der veganen variante.

wenn wir uns ein bisschen in die saison eingegroovt haben, wird es auch wieder jede woche einen neuen hot dog der woche geben. da waren echt abgefahrene hot dogs dabei – ich erinnere an: „the legende of gurkeneis“, „dead man’s bones“, towarischtsch“, „von mutti de luxe“ oder „hubertus aloisius“. nach anfänglicher skepsis, wart ihr schwer von den kreationen angetan. und ich hab viele neue ideen, lasst euch überraschen.

ganz stolz kann ich euch auch verkünden, dass es ab dieser woche eine zweite freitagspost geben wird: „bärs post“. ich bin sehr froh, dass ich eine kinderbuchautorin, deren gehilfin und einen bären davon überzeugen konnte eine wöchentliche kinderfreitagspost zu schreiben. diese gibt es aber nur in gedruckter form in unserer kleenen diele und nicht auf unserer blogsite. also kinners – vorbeikommen und lesen! denn lesen macht schön!

wir lesen uns nächste woche wieder hier.
ich muss jetzt das sauerkraut in gläser füllen, die currysoße kochen und und und…
habt ein schönes wochenende.

klick >> steine

Samstag, 12. Oktober 2013

freitagstaube 61

tuesday morning

klick >> love you till the end

Ich möchte dich bloß sehen,
wenn du ganz alleine bist.
Ich möchte dich bloß fangen,
wenn ich kann.
Ich möchte bloß da sein,
wenn das Morgenlicht explodiert.
In deinem Gesicht strahlt es aus,
dass ich nicht flüchten kann,
Ich liebe dich bis zum Ende.

Ich möchte dir bloß nichts erzählen,
was du nicht hören willst
Alles was ich möchte,
ist dass du sagst:
Warum bringst du mich nicht dorthin,
wo ich niemals vorher war?
Ich weiß, du willst mich meinen Atem fangen hören
Ich liebe dich bis zum Ende.

Ich möchte bloß da sein,
wenn wir im Regen gefangen sind
Ich möchte dich bloß lachen sehen,
nicht weinen.
Ich möchte dich bloß fühlen,
wenn die Nacht ihren Umhang anzieht.
Ich bin in Worten verloren erzähl mir nicht:
"Alles was ich sagen kann ist:
Ich liebe dich bis zum Ende!"

hier ist sie schön zu hören... die gitarre von philip chevron

so manches mal habe ich euch treuen freitagstaubenlesern, schon songs einer meiner lieblingsband – the pogues – nahegelegt. vor drei tagen ist der gitarrist an krebs gestorben und wird nie wieder zur gitarre greifen.

schon als kleiner eismann hab ich begeistert vor dem radio gesessen und darauf gelauert, dass im ostradiojugendprogramm namens dt64 mal wieder ein song der wilden iren gespielt wird. stundenlang hatte ich die finger am aufnahmeknopf des kassettenrekorders. die pogues haben mich seither immer begleitet. so manch großer song stammte aus der feder von philip chevron.
ich bin sehr traurig, dass nun keiner mehr dazu kommt.

klick >> thousands are sailing
(hier singt er auch selbst.)

gute reise philip

habt ein schönes wochenende

zitat website www.pogues.com:
„The news of Philip's death on Tuesday morning, from complications brought about by throat cancer, has hurt us terribly. Philip was first diagnosed with the disease in 2006 and after a gruelling period of chemotherapy which he had fought with such dignity, strength and heroism, he was declared to be in remission. But in a tragic stroke last August he returned from visiting his oncologist with the harrowing news that his cancer had returned, and that this time it was inoperable. It has been no consolation that we have all had months to prepare for the worst; when the worst came, the preparations we had made turned out to be futile, and the impact has been felt very deeply. The hole that his death has left will be huge. He was a remarkable and fantastically talented colleague, but most of all a friend. Our thoughts go out to his fans, who loved him unanimously. But above all, our thoughts are now with his family, with those he held dear and who have held him dear. Philip will be missed terribly and will always be in our hearts. - The Pogues“

Sonntag, 6. Oktober 2013

freitagspost 60

unsere kleene diele folge 5434

heute: ach verdammt – ick hab ja ooch noch einen backshop
oder: die wahrheit über das fernbleiben der freitagstaube - gestern

unsere heimat ist schön, wie ich bei meinem gestrigen spontanen ausflug hätte feststellen können.
aber… so genau kann ich das jetzt nicht sagen… auf dem rückweg war es schon dunkel… und auf dem hinweg hatte mein braves volvopferdchen den 150er rundschlag drauf… was so ein schluck super doch für kräfte wecken kann… das sollte ich auch mal probieren…

grund des spontanen ausfluges war weder langeweile (ich weiß so schon nicht wie ich alles knuspereis zusammen bekommen soll für die nächste woche) noch war es ein plötzliches gefühl welches mir sagte: mensch in berlin warste ja auch lange nicht“.

der wahre grund war: „flucht nach vorn und vor allem – mut!“
denn meine backmädels meldeten einen defekten ofen. auch das wäre noch kein grund gewesen. aber der zufall wollte es, dass der techniker, der solche probleme eigentlich recht flott bewältigt, an der see auf dienstreise war. frühester „wasissnmitdemofen?termin“ - mittwoch. also wäre der laden über das wochenende zu geblieben, denn mit nur einem ofen ist das nicht mehr hinzubekommen.

neu kostet so ein ofen 3000,00. die hab ich gerade nicht zur hand, also internet – rumgucken – nächster bezahlbarer gebrauchter ofen – berlin. da noch fix angerufen – herr kala singh (slogan der website – „Sie möchten ein neues Restaurant eröffnen oder ein Laden einrichten? Bei uns sind Sie in jedem Fall genau richtig.“) versicherte mir – „isch haben fumfzehn stuck da und machen guten preis.“

also rauf aufs pferdchen – nächster halt 2 stunden später – mittlerweile später nachmittag – berlin neu kölln – industriegebiet – letzte halle.

mister kala singh hatte einen echt fetzigen roten turban auf und versicherte mir, nach kurzer freudiger begrüßung: „alle öfen gut, made in germany und alle gepruft.“ zumindest hoffte ich das aus dem redeschwall herauszuhören. mit gemischten gefühlen ging es in die halle. sie war riesig, es standen z.t. geräte herum, bei denen ich nicht weiß, wofür die gut sind und aus welchem jahrhundert die stammen, es war top dreckig und die „fumfzehn öfen“ waren von verschimmelt bis unbrauchbar und mit sicherheit nicht „gepruft“. einen einzigen ofen gab es, der, mit etwas fantasie, an unseren ofen erinnerte.

mein verstand sagte – nix wie raus hier und schnell weg. mein herz sagte – gib dem ofen eine chance. als herr kala singh auf der suche nach einer stromzufuhr unterwegs war, denn bei dem traurigen anblick des ofens wollte ich mich irgendwie nicht auf das gesprochene wort verlassen, flüsterte der ofen mir zu: „bitte hol mich hier raus“.

der „geprufte“ ofen, nachdem er mit strom versorgt war, hatte schon mal eine defekte innenbeleuchtung, dass war auch besser so, denn man konnte dadurch

nicht das wahre ausmaß der verschmutzung des innenraumes erkennen. erahnen konnte man es wohl. aber der ofen lief los und heizte ordentlich.

ich war hin- und hergerissen, wusste ich doch (nach den erfahrungen mit meiner eismaschine), was sich nach einer reinigung für schätze unter einer schmutzschicht verbergen können. auf der anderen seite konnte die „beschwadung“ (zerstäuben von wassertropfen – sehr wichtig für gute brötchen) nicht probiert werden, da dafür ein festwasseranschluss nötig ist und das ganze hatte einen vertrauenswert vergleichbar mit den wahlkampfreden unserer politiker.

mutig wie ich bin, fragte ich nach seinem angekündigten guten preis.
den nannte er mir dann auch und es stellte sich heraus: der gute preis war erheblich weit von meiner vorstellung entfernt und dem, was ich bereit war, für dieses schmutzige etwas ohne licht und ohne prüfung des wassers zu geben.
nach einer weiteren geschlagenen stunde hatten sich seine und meine vorstellungen – sagen wir mal so – um einiges angenähert. es war immer noch eine ordentliche summe für das risiko, aber ich sagte okee.
meine frage nach einer quittung lächelte er weg, (mein steuerberater wird mich wieder prügeln.), der ofen kam ins auto und es ging heimwärts.

halb 8 abends, im backshop angekommen, begannen die reinigungsarbeiten unter einsatz der totalen chemiekeule. nach nur einer stunde konnte man feststellen: „ja – der sieht tatsächlich aus wie unserer“ also strom und wasser angeschlossen, glühlampen gewechselt und angeschaltet. mein neuer kumpel leuchtete und heizte wie wild. nach dem ersten testlauf wurde der zweite mit einem brötchen vollzogen. das sah nach fertigstellung schön braun und knusprig aus. leider war es zu knusprig und splitterte in 1000 teile beim drücktest. das hieß – die beschwadung funktionierte nicht.
ich will das jetzt nicht unnötig in die länge ziehen, nur kurz noch. ich hab den halben ofen zerlegt, mir von dem anderen kaputten ein paar teile geborgt und keine drei stunden später, halb 12 in der nacht, lief er so wie er sollte.

der laden hat heute morgen ganz normal aufgemacht und keiner der vielen brötchenkäufer hat etwas von der kleinen abenteuerreise und den mühen mitbekommen, die dafür nötig waren, dass es frische brötchen zum frühstück gibt.

habt ein schönes wochenende

klick >> (on the road again)