dolle sache :-)

dolle sache :-)

Mittwoch, 30. April 2014

öffnungszeiten

ab morgen gelten die mai - september öffnungszeiten.
die kleene diele ist dann täglich 12 - 19 uhr für euch geöffnet.

Samstag, 26. April 2014

freitagspost 88

die kulinarische weltreise folge 2
heute: per anhalter durch die galaxie mit anschließender punktlandung im fernen erzgebirge

dort hinter den sieben bergen, bei mutti, gibt es die beste aller tomatensoßen.
das hat der kleine eismann schon sehr zeitig erkannt und immer samstags wenn es nudeln (es wurde tatsächlich noch das wort nudeln genommen. an „pasta“ war noch nicht zu denken) mit tomatensoße gab, stand der kleene mit in der küche.

im romantischen rückblick war es natürlich die neugier die ihn in die küche trieb. ich vermute allerdings, dass wohl eher der große appetit auf die bevorstehende lieblingsspeise ihn magisch dahin zog. vielleicht dachte der kleene auch, durch pure anwesenheit den kochvorgang zu beschleunigen.

nach ausreichendem wachstum (die höhe der arbeitsplatte war hier entscheidend) wurde der immer im weg rumstehende und um die töpfe schleichende kleine eismann, in die zubereitung der allseits beliebten samstagsmahlzeit, einbezogen.

zuerst natürlich zu den nebentätigkeiten, wie jagdwurst schneiden oder käse reiben (ja den käse gab es noch nicht immer gerieben und in tüten abgepackt zu kaufen).
nach weiteren vielen samstagen dann auch zum rühren im soßentopf.

so erfuhr ich nach und nach das geheime geheimrezept.
nun will ich es endlich mit den vielen tausenden freitagspost lesern teilen (ich weiß ich übertreibe minimal)

ein wichtiger bestandteil der soße ist der ketchup. hier empfiehlt es sich einen ketchup zu nehmen bei dem branntweinessig nicht als zweites in der zutatenliste steht. der ist viel zu sauer und legt die geschmacksnerven lahm. zudem legt er sich als geschmacksverzerrer über alles drüber und wird die ganze rafinesse der muttisoße versauen. die perfekte muttisoße wird mit einem „heinz“ oder „kraft“ nicht gelingen. weiterhin sollte der tomaten(mark) anteil ordentlich hoch sein. wenn da sowas wie 60% steht – gleich wieder ins regal zurück stellen. denn da ist meist übermäßig viel zucker drin.
meine empfehlung wäre: „born tomaten ketchup“!

auweia ich seh gerade es ist kurz vor samstag. nun muss die freitagspost aber langsam mal raus. das ist doof jetze, aber die weiteren zutaten und zubereitung müssen wir auf ein anderes mal verschieben, sowas tztztz... hab ich aber rumgetrödelt heute.

nun bleibt gerade noch zeit für: „habt ein feines wochenende“ und die musike.

klick >> honey bee

Freitag, 18. April 2014

freitagspost 87

unsere kleene diele folge: drölf
heute: poesie

da am baum
ein clown
sitzt auf dem zaun
um zu klaun
die äpfel vom baum
ich staun
über den clown
klaut der äpfel vom pflaumenbaum
aus der traum
vom baum

jetzt könnte man vermuten, dass der eismann nun völlig hinüber ist und nur noch kranke reime schreiben kann.

weit gefehlt.

dies war ein kleiner beitrag zum jubiläum „20 jahre poetry slam in deutschland“, welches dieser tage gefeiert wird.
poetry slam wurde 1986 in einer jazzbar in amerika erfunden. am anfang dieser bewegung ging es eher darum texte rhytmisch „zu performen“, also eher eine art rapmusik ohne musik. dabei war der text völlig egal. man konnte das telefonbuch oder die inhaltsstoffe einer chipstüte „performen“.
es traten mehrere performer gegeneinander an und das publikum bewertete die leistungen. ähnlichkeiten zu luftgitarrenwettbewerben sind durchaus vorhanden.

wenn man also die eingangszeilen „liest“ ist das bester schwachsinn. die gleichen zeilen vor publikum mit einem mikro in der hand, mit körpereinsatz rhytmisch „gesprochen“, ergibt etwas völlig anderes.

wir stellen uns nun alle mal vor den spiegel, nehmen den fön als mikrofon und probieren das mal aus!

nee quatsch… inzwischen hat sich das ja zum glück auch arg geändert. es sind immer noch wettbewerbe wo slammer gegeneinander antreten und das publikum entscheidet über die beste performance. aber mittlerweile reicht das spektrum der dargebotenen beiträge, von lyrik, über lautpoesie, kabarett, comedy bis hin zu kurzgeschichten.

meist gewinnen die heiteren und komischen sachen.
hier mal einer meiner liebsten poetry slammer:
nehmt euch die zeit und hört das in ruhe an. es ist großartig.

klick >> korrekturen


nun aber genug geschwatzt für heute. habt ein feines osterwochende.

musik gibt’s auch noch: (siouxsie & the banshees) was zum tanzen um den osterstrauch mit den bunten eiern dran.
klick >> passenger

osteröffnungszeiten

die eisdiele hat während der feiertage täglich von 12 - 18uhr geöffnet.
wir wünschen allen frohe ostern.

Freitag, 11. April 2014

freitagspost 86

unsere kleene diele folge: nullachtfuffzehn
heute: sauer macht lustig

die rhabarberzeit ist gekommen, ein perfekter zeitpunkt dem mythos „sauer macht lustig“ auf die spur zu kommen.

als passionierter kriminologe praktisch ein klacks für mich.

meine professionelle recherche ergab folgendes: Das Sprichwort 'Sauer macht lustig' (ursprünglich 'Sauer macht Appetit', um 1700) meint: saure Speisen fördern den Appetit, sie machen 'gelüstig' auf Speisen. somit ist das schon mal geklärt.

aber, wenn ich in eine zitrone beiße, finde ich das persönlich gar nicht lustig oder appetit anregend. hingegen würden umstehende beobachter sich herrlich beömmeln können über mein zitronengesicht.

das erste rhabarbereis des frühjahrs (und rhabarber ist ordentlich sauer), macht dagegen extrem großen spaß und definitiv lust auf mehr. ihr solltet dringend vorbeikommen und einen becher tiefgefrorenes rhabarber-vanille oder rhabarbersorbet mitnehmen. das erste „garteneis“ des jahres.
als nächstes kommen dann die holunderblüten.

aber zurück zu lustig.
heute gibt’s noch fein was auf die ohren.

zunächst huldige ich den erfinder der „eismann musik“. jonathan richman

hier sein legendäres werk: icecream man
klick >> hier
auch nochmal in der longliveversion (für diejenigen, außer mir, die nicht genug davon bekommen können)
klick >> live

später widmeten sich auch andere heroen der musikgeschichte der eismann musik. einer sehr speziellen gattung in der popmusik.
hör doch mal hier:
klick >> eismann 2
oder hier:
klick >> eismann 3

zurück aber zum erfinder der eismann musik.

jonathan brachte auch noch andere großartige songs hervor, wie zum beispiel:
klick >> das mal
hier bitte unbedingt auch das video schauen. eine sensationelle choreographie – besonders das kamel hatte definitiv zuviel rhabarber oder zitrone.

und als letztes beispiel der schaffenskraft von jonathan noch dieses hier:
klick >> druff
in der liveversion lässt er ordentlich die sau raus – unbedingt angucken:
klick >> live

ich liebe den kerl – nicht nur weil er die eismann musik erfunden hat.

der kleine dinosaurier bringt mich zur besten coverversion dieses songs- hört mal hier rein:
klick >> klick - hurra

leider ist der sänger schon in die ewigen jagdgründe gegangen (was für ein jammer)

daher zum schluß noch zwei tolle klangbeispiele der großen batescoverkunst:
klick >> leuchtturm
oder:
klick >> billy jean

einen dankbaren gruß zu zimbl nach oben und euch ein feines wochenende

ach komm... einen noch:
klick >> ohne dich

Freitag, 4. April 2014

freitagspost 85

unsere kleene diele folge: elf
heute: buchmesse

fast vergaß ich es zu erwähnen… es war mal wieder buchmesse in leipzig. das scheint mir eine recht regelmäßige veranstaltung zu sein.
natürlich bin ich da für euch hin, um zu schauen was es so neues tolles in der bücherwelt gibt.

bewaffnet mit einem klapptisch, einem campingstuhl und den ersten beiden ausgaben „unserer kleenen diele“ machte sich der eismann auf den weg. es schien mir logisch und angemessen zu sein, mein geschreibsel vor ort zu vertickern.

auf dem messegelände angekommen und 25€ ärmer (ticket 17,50 + parkgebühren) wusste ich erstmal gar nicht so richtig wie ich mit den menschenmassen umgehen sollte. aufgefallen sind mir zuerst die „verkleideten“. sie wollten zur manga comic convention und sahen toll aus. da ich eher mit mango als mit manga zu tun hab, blieb es beim bewundern der kostüme. bei comics hab ich immer das problem, dass da viel zu wenig text zwischen den bildern ist. jedenfalls hatten die erstmals eine ganze halle nur für sich. scheinbar geht da was.

mutig stürzte ich mich dann in die erste bücherhalle.
achje…
wenn die stände der verlage nicht so hoch gewesen wären, hätte man sie nicht gesehen, so viele menschen waren da. praktisch jeder hatte auch mindestens eine bunte tüte in der hand und ich kam mir auf einmal ganz klein und unbedeutend vor. nicht mal ne bunte tüte hatte ich.

am rowohlt verlag stand angekommen, stellte ich meine ellenbogen auf „spitz“ und ackerte mich durch die menge nach vorn. hier war es vorbei mit friedlichen leseratten. es wurde gehauen und gestochen. ich bekam mehrere schläge in die magengrube und den nacken, teilte aber auch ordentlich aus. eine zierliche ältere dame begab sich in mein fahrwasser und nutzte die chance mit nach vorn zu kommen.

endlich am tresen angekommen erwartete mich eine adrett gekleidete dame, die mir eine bunte tüte vor die nase hielt und einen schwer genervten eindruck machte. ich nahm die tüte, warf sie über meine schulter und löste damit ein wildes getümmel aus. dann klatschte ich der rowohltdame „unsere kleene diele 1 und 2“ auf den tresen und sprach:

das… (ich ließ eine gekonnte kunstpause) …sollten sie sich unbedingt mal anschauen! der autor selbst steht vor ihnen, die lektorin war und ist meine schriftstellerrinfreundinvera (tolles wort). ich kann ihnen je 10 stück pro woche zur verfügung stellen. mehr geht leider nicht, denn ich muss ja nebenbei noch bissl eis machen. thomas wird das hörbuch einlesen und da es nicht ohne spektakel geht, werden die pressekonferenzen während des nacktschwimmens im cosbudener see abgehalten und die lesungen finden auf leuchttürmen mit feuerwerk statt. na was sagen sie dazu? ach das honorar habsch vergessen: das wären 10 euro pro buch an das kinderhospitz bärenherz.“

die rowohlttante sah mich an, als wäre ich eben mit einem ufo gelandet und sähe grün aus. dann nahm sie ihr telefon und tippte 112 ein.
ich war mir nicht ganz sicher was sie damit bezweckte, konnte es aber auch nicht mehr herausfinden, denn ich bekam eine bunte tüte auf den kopf geknallt und wurde gnadenlos von der meute vom tresen weggeschoben. mit einem letzten blick sah ich „unsere kleene diele 1 und 2“ in einer bunten tüte verschwinden.

schwer gezeichnet von meinem ersten besuchten stand in der buchmesse musste ich draußen erstmal frische luft schnappen.
dazu stellte ich meinen klapptisch auf, den campingstuhl auch und befestigte mein tolles handgeschriebenes schild: „trivialliteratur eismann ag“ mit klebestreifen am tisch. anschließend legte ich meine beiden handgefertigten bücher darauf.

binnen 20 sekunden war ich umringt von 25 security leuten und ca.2000 menschen. ich wurde abgeführt, meine personalien aufgenommen und dann des platzes verwiesen in genau der reihenfolge. meinen klapptisch und meinen campingstuhl habe ich nie wieder gesehen.

so, dann seit ihr jetzt auch auf dem neuesten stand was das lesen angeht und ich kann euch ein feines wochenende wünschen. das sei hiermit getan.

klick >> the impression

Dienstag, 1. April 2014